Maßbüste

Original und Fälschung – ich bin die Maßbüste

Im Dezember habe ich einen Maßbüstenkurs bei Tailormaid in Köln gemacht. Ich kann nur sagen: es war toll! Das würde ich jederzeit wieder machen!

Ich hatte lange überlegt und nach längerer Nähkarriere wuchs der Wunsch eine Büste zu haben: endlich selbst abstecken zu können, sich quasi selbst von außen zu sehen … . Ich überlegte eine Büste zu kaufen. Aber diese Büste würde mein „Problem“, das Hohlkreuz, nicht abbilden können. Und genau das sollte meine Büste doch unbedingt können müssen! Durch Zufall kam ich damals auf die Internetseite von Tailormaid und war sofort begeistert. Durch widrige Umstände kam ich im Frühjahr 2013 nicht dazu den Kurs zu machen. Es verging wieder einige Zeit. Und dann – wieder durch glücklichen Zufall – kam ich im November nochmal auf der Seite vorbei und es gab einen Termin im Dezember. Tailormaid-Andrea angeschrieben, Kurs bezahlt und endlich war es soweit.

Meine Büste rückte in greifbare Nähe. An zwei Tagen entstand mein zweites – noch nicht ganz fertiggestelltes – Ich:

Original und Fälschung

So ähnlich wie die Technik bei DEM deutschen Nähheftehersteller entstand meine Büste – allerdings viel ausgefeilter und durchdachter, weil Tailormaid einfach viel Erfahrung hat! Mit Klebeband wurde der Körper von einem anderen Teilnehmer abgeklebt, darunter nur ein enges T-Shirt. Und so sieht mein alter-ego dann aus:

schräg vorn aus Klebeband

hinten aus Klebeband

rechts aus Klebeband
Das Hohlkreuz ist gut zu sehen, oder?

Irgendwann wurde ich dann auch aus meinem Korsett befreit und wir konnten wieder locker rumhängen:
hängend

Innenansicht

Eine Bodenplatte wurde noch gebaut, mit Berücksichtigung für einen Ständer, alles ausgestopft, die Arme und der Hals geschlossen:
Bodenplatte

fertig aus Klebeband

Am nächsten Tag dann wurde alles nochmal vermessen und ausgebessert, ehe die Püppi dann mit Kleister und Zeitung ihre erste Schicht erhielt:
jede Menge Zeitung
Eine kleine Spielerei erlaubte ich mir auch:
Detail: Hals

Und dann ging es mit der noch feuchten Püppi nach Hause. Hier habe ich dann noch den Boden mit Zeitung eingekleistert und dann musste ich nur noch schönes Papier besorgen. Das war gar nicht so einfach! Aber seit Samstag habe ich es endlich! Mein Mann baut noch den Ständer für mich und ich kann Püppi dann die letzten Schichten verpassen. Und dann muss nur noch genäht werden!

Im Kurs haben wir außer den Tipps für den Ständer noch jede Menge andere Ideen und Möglichkeiten aufgezeigt bekommen. Ich weiß, wie ich Püppi bei Gelegenheit noch einen Bezug nähen kann und den Rest wird die Zeit zeigen!

Wenn Püppi ganz fertig ist, werde ich hier nochmal ein Bild einstellen.

Liebe Grüße
mei

Advertisements

6 Kommentare zu „Original und Fälschung – ich bin die Maßbüste

    1. Hallo sewing galaxy, geht es Dir um den zweiten Tag oder das Bekleben generell?
      Also, der Kurs war zeitlich so vorgesehen. Man kann das auch alles direkt hintereinander machen. Danach muss man dann aber einen Tag Pause machen, damit der Kleister trocknet.
      Im Grunde fand ich „die Nacht darüber schlafen“ auch ganz gut. Am nächsten Tag hat man wieder neu hingeguckt und konnte nicht so gut ausgestopfte Stellen erst einmal korrigieren, d.h. einfach wieder aufschlitzen und neu stopfen und dann wieder zukleben. Da war der Abstand ganz gut.

      Liebe Grüße
      mei

      1. ich meinte generell das bekleben an sich. warum? warum kann man das band nicht einfach lassen.
        ich habe sehr viel infos über alle mögliche selbstherstellungsarten bei russen gelesen. sie kämpften alle wie blöd um jeden mm, weil diese massbüsten dann im endeffekt imnemr grösser werden, als man selbst. sie ahben sogar einen ausgetüftelten vorgang beschrieben,wei man mit dem bauschuam so auffüllt,dass sich ncihts an den massen verändert..

  1. Unbeklebt ist die Maßbüste sehr weich und flexibel und eignet sich nicht als Schneiderbüste. Sie ist nicht mit Bauschaum gefüllt, sondern mit Füllwatte. Dadurch kann man sie jederzeit anpassen und verändern. Man kann den Korpus aufschneiden und an bestimmten Stellen vergrößern, verkleinern etc.. Ganz wie man will. Wenn ich also jetzt nochmal nachmesse und feststelle, da ist etwas zu groß, schneide ich das auf und klebe nach Änderung neu.

  2. vielen dank für deine ausführliche und anschauliche beschreibung! das ist wirklich interessant, ich hatte nach deinem tipp neulich gleich auf die homepage der tailormaid geschaut. aber köln ist sooo weit, zu weit…

    hast du die püppi denn schon ausprobiert?

    lg birgit

    1. Ein bißchen probiert schon; aber nicht wirklich, da sie ja noch nicht ganz fertig ist. Vor allem fehlt der Ständer.
      Und dann braucht die Büste für die Stabilität noch zwei Schichten Papier. Das Papier, das außen als letzte Schicht drauf soll, habe ich lange gesucht. Ich will ja ein besonders schönes alter ego. 😉
      Meinen Mann habe ich jetzt auch ein bißchen gedrängelt, damit das mit dem Ständer mal endlich wird! Denn ohne Ständer ist auch doof. Unterteile kann man ohne ja gar nicht richtig anprobieren.
      Ich muss also noch ein bißchen arbeiten … aber es wird!
      Du kannst Dich bei Interesse ja mal mit Andrea Steinbüchel in Verbindung setzen und fragen, ob sie auch zu Dir bzw. Euch kommt?! Fragen kostet ja nix! 😉

      Bin auch sehr gespannt, wie es bei Euch Nordlichtern weitergeht! Um ehrlich zu sein, war ich ganz froh, dass mein Kurs ohne Wasser war! *hihihi*

      Liebe Grüße
      mei

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s